Menschenrechtsverteidiger

Fachkommission Menschenrechtsverteidiger
(Human Rights Defenders – HRD)
Das seit 2001 bestehende Aktionsprogramm der deutschen amnesty-Sektion für Menschenrechtsverteidiger hat die folgenden Schwerpunkte:

Hauptziel ist es, bedrohte Menschenrechtler in ihrem Heimatland zu schützen und ihnen die weitere Arbeit für die Menschenrechte zu ermöglichen.
Um das auf Dauer abzusichern, sollen zivilgesellschaftliche Strukturen gefördert werden.
Wenn Menschenrechtler dennoch ihr Heimatland verlassen müssen, so sind zunächst Fluchtmöglichkeiten in den Nachbarländern zu suchen. Dabei wollen wir sie unterstützen. Als letzter Ausweg muss auch eine Aufnahme in Deutschland oder, je nach Fall und Notwendigkeit, in ein anderes europäisches Land oder die USA offen stehen.
Neben der Beteiligung an internationalen Programmen hat sich die deutsche Sektion eigene Schwerpunkte gesetzt. Wichtig ist auch die Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit in Deutschland und die Einflussnahme auf Entscheidungsträger in Bund, Ländern und Kommunen.

Zur Koordination der Aufgaben wurde die „Fachkommission Menschenrechtsverteidiger“ (FK-HRD) gegründet. Sie besteht überwiegend aus erfahrenen ehrenamtlichen Mitgliedern.

Neben Entscheidungen über die direkte (finanzielle) Hilfe von Menschenrechtlern berät die Fachkommission Gremien oder Einzelpersonen innerhalb und außerhalb von amnesty international zum Thema Menschenrechtsverteidiger. Dazu gehören in erster Linie lokale Gruppen von amnesty international, die Organisationen bedrohter Menschenrechtler betreuen. Darüber hinaus werden Unterstützungsnetzwerke aufgebaut und mit Informationen versorgt.